my greyghost


Ein Weimaraner ist heute für einen Nichtjäger relativ leicht zu bekommen.
Nicht ganz so leicht aber ist ihm wirklich gerecht zu werden.
Dieser graue Vertreter wird Ihr Leben auf den Kopf stellen - und Ihnen einiges abverlangen. Aber es lohnt sich - wenn Sie mitmachen.


Lassen wir doch einfach einen Fachmann zu Wort kommen: den Weimaraner.

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Gestatten? Mein Name ist Aaron, meine "Berufung" Weimaraner.


In Übersee nennt man meine Rasse auch 'greyghost'. - Warum?

Wer einen von meiner Sorte jemals in der Dämmerung gesehen hat, der
weiß schon, weshalb...

 

Ich würde euch gern ein wenig über mich erzählen - nur muss Frauchen schreiben, da meine Feinmotorik nicht ausgereift genug ist...



Warum ein Weimaraner?


Logo - ich bin ein toller Hund. Schön, intelligent, anhänglich...,...,...,...
Aber: Vor der Anschaffung eines Kumpels meiner Rasse sollte man sich trotzdem fragen, ob ich wirklich zu den Anforderungen passe, die an mich gestellt werden und - viel wichtiger noch! - umgekehrt.
Da fängt für die meisten Leute das Problem schon an:

  • Die Jäger beklagen sich, dass ich nur in Jägerhände gehöre,
  • die Nichtjäger-Fraktion sucht dringend alternative Aufgaben -
  • während die Tiervermittler schon jetzt ein Plätzchen für das nächste Jahr suchen, weil sich wieder jemand einen Modehund zugelegt hat, ohne mit ihm klarzukommen...
Was heißt das jetzt wieder? Nun, ich bin hauptberuflich Vollblut-Jagdhund. Was das bedeutet, merken die meisten erst dann, wenn sich das Problem manifestiert hat... Und was dann? Es gibt drei Möglichkeiten:
  1. Man könnte mich einfach jagen lassen :-(
  2. Man bietet mir Alternativen :-)))
  3. Man kann mich ja immer noch abgeben :-(
Alternative 1 hat den Vorteil, dass ICH glücklich meine Triebe ausleben kann -
die Nachteile allerdings überwiegen. Neben ständiger Warterei auf "meinen einen" könnte es ziemlichen Ärger mit Revierförstern, Radfahrern oder Joggern geben; jeder Schuss könnte zudem mir gegolten haben...
Außerdem: DU sinkst in meiner Achtung, denn du hast mich nicht im Griff. Diese Konsequenzen sind viel weitreichender, als du vielleicht glaubst!

Alternative 2 ist die von uns gelebte (siehe nächste Seite): Es ist schon einigen gelungen, seinen Hund mittels Alternativen vom Jagen abzuhalten, aber eine Garantie gibt es nicht (die Chancen schwinden sogar, je mehr Erfolg ich bereits hatte). Auf alle Fälle ist es zweierlei: Sehr mühsam und sehr zeitintensiv! Überleg' es dir also gut. Was du dafür bekommst, ist die Mühe aber allemal wert!

Der letzte (Aus)Weg - Alternative 3: Na prima! Offensichtlich wurde wieder ein Kumpel von mir aufgrund seines Äußeren angeschafft - ohne ihm selbst jedoch gerecht zu werden. Täglich zweimal 30 Minuten im Stadtpark herumstöckeln reicht definitiv nicht aus!!! In der Pubertät fangen dann die Probleme an, meiner einer sucht sich eigene Aufgaben (die mit Sicherheit nicht mit der menschlichen Vorstellung übereinstimmen) oder flüchtet sich in Aggression - und schon steht der Hund zur Vermittlung im Internet.

Warum will das eigentlich VOR dem Kauf keiner glauben???


Ehrlich gesagt, Frauchen war anfangs ähnlich. Sie fand mich schön, sie wollte mich haben und meinte, es könne alles nicht so schwer sein - aber zum Glück wurde ihr schon meine Anschaffung nicht leicht gemacht.
Frauchen MUSSTE sich ein gutes Jahr mit (Hunden wie) mir, meinen Eigenheiten etc. auseinandersetzen - und sogar ihr Leben ändern, bis man ihr glaubte, dass sie mit einem wie mir klar käme. Sie hat es geschafft - und es bis heute nie bereut. :-)

Wenn man wirklich Zeit und Arbeit investiert, dann ist jeder Hund die Mühe wert. Und ICH natüüüürlich besonders...

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Lest doch einfach weiter, was ich von Nichtjägern, Modehunden, Familientauglichkeit etc. halte. Vielleicht interessiert es euch ja.
Ist allerdings nur unsere ganz persönliche Einschätzung...